Autor :
Stefanie S.
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©Freedom365day/shutterstock_1214121151

So ungern man auch darüber nachdenkt – organisatorisches Knowhow erleichtert die Bürokratie im Trauerfall

Der Tod ist ein Thema, das in unserer heutigen Gesellschaft gern verdrängt wird. Dabei gehört er zum Leben dazu. In manchen Fällen können Menschen die letzte Reise ihrer Angehörigen begleiten. Dafür gibt es die Palliativmedizin. Wer für sich selbst oder Angehörige eine Palliativbetreuung sucht, wird auf den Seiten der Deutschen Gesellschaft für Palliativmedizin fündig. Sie bietet einen Wegweiser für Hospiz- und Palliativangebote in ganz Deutschland.

Wenn der Tod eingetreten ist, müssen die Angehörigen einen kühlen Kopf bewahren. Egal, ob sich der Verlust eines lieben Angehörigen bereits wegen einer schweren Krankheit lange angekündigt hat, oder ob jemand plötzlich aus dem Leben scheidet. Allerdings ist ein Todesfall innerhalb der Familie auch mit viel Bürokratie und etlichen organisatorischen Pflichten verbunden. Was entgegen der allgemeinen Meinung aber erlaubt ist und auch Kindern den Abschied von einem Verstorbenen erleichtert, ist die Aufbahrung des Verstorbenen zu Hause.

So ungern man auch darüber nachdenkt – organisatorisches Knowhow erleichtert die Bürokratie im Trauerfall

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Der Tod ist ein Thema, das in unserer heutigen Gesellschaft gern verdrängt wird. Dabei gehört er zum Leben dazu. In manchen Fällen können Menschen die letzte Reise ihrer Angehörigen begleiten. Dafür gibt es die Palliativmedizin. Wer für sich selbst oder Angehörige eine Palliativbetreuung sucht, wird auf den Seiten der Deutschen Gesellschaft für Palliativmedizin fündig. Sie bietet einen Wegweiser für Hospiz- und Palliativangebote in ganz Deutschland.

Wenn der Tod eingetreten ist, müssen die Angehörigen einen kühlen Kopf bewahren. Egal, ob sich der Verlust eines lieben Angehörigen bereits wegen einer schweren Krankheit lange angekündigt hat, oder ob jemand plötzlich aus dem Leben scheidet. Allerdings ist ein Todesfall innerhalb der Familie auch mit viel Bürokratie und etlichen organisatorischen Pflichten verbunden. Was entgegen der allgemeinen Meinung aber erlaubt ist und auch Kindern den Abschied von einem Verstorbenen erleichtert, ist die Aufbahrung des Verstorbenen zu Hause.

©Jacob Lund/shutterstock_713156251

Der Arzt oder Notdienst stellt den Totenschein aus

Zunächst müssen Hausarzt oder hausärztlicher Notdienst den Totenschein ausstellen. Der Verstorbene wird gewaschen, rasiert, gekämmt und es wird ihm persönliche Kleidung angezogen. Meist übernimmt das der Pflegedienst, der bei Schwerkranken ohnehin schon seit Wochen oder Monaten ins Haus kommt. Nach der Aufbahrung sieht der Verstorbene meist friedlicher aus, als der Sterbende. Sauerstoffgerät, Magensonde oder Infusion sind weg, der Kampf ist vorbei. Jetzt können Verwandte und Freunde in vertrauter Umgebung in aller Ruhe Abschied nehmen, den Verstorbenen noch einmal anfassen, ihm etwas Persönliches in den Sarg legen und zu realisieren, dass der Verblichene nicht mehr aufwacht.

Das Gesetz erlaubt das sogar. In den meisten Bundesländern ist eine Aufbahrung zu Hause bis zu 36 Stunden erlaubt (in Sachsen und Brandenburg sind 24 Stunden erlaubt, in Thüringen 48, in Bayern gibt es keine Frist).

Der Arzt oder Notdienst stellt den Totenschein aus

©Jacob Lund/shutterstock_713156251

Zunächst müssen Hausarzt oder hausärztlicher Notdienst den Totenschein ausstellen. Der Verstorbene wird gewaschen, rasiert, gekämmt und es wird ihm persönliche Kleidung angezogen. Meist übernimmt das der Pflegedienst, der bei Schwerkranken ohnehin schon seit Wochen oder Monaten ins Haus kommt. Nach der Aufbahrung sieht der Verstorbene meist friedlicher aus, als der Sterbende. Sauerstoffgerät, Magensonde oder Infusion sind weg, der Kampf ist vorbei. Jetzt können Verwandte und Freunde in vertrauter Umgebung in aller Ruhe Abschied nehmen, den Verstorbenen noch einmal anfassen, ihm etwas Persönliches in den Sarg legen und zu realisieren, dass der Verblichene nicht mehr aufwacht.

Das Gesetz erlaubt das sogar. In den meisten Bundesländern ist eine Aufbahrung zu Hause bis zu 36 Stunden erlaubt (in Sachsen und Brandenburg sind 24 Stunden erlaubt, in Thüringen 48, in Bayern gibt es keine Frist).

Vom Eintreten des Trauerfalls bis nach der Bestattung/Beisetzung

Im Internet finden sich einige Checklisten, was alles zu tun ist vom Eintreten des Trauerfalls bis nach der Bestattung oder Beisetzung. Im Folgenden die wichtigsten Schritte in kurzer Form:

1. Unmittelbar nach Eintreten des Todesfalls:

  • Die Angehörigen müssen einen Arzt verständigen, damit er den Tod offiziell feststellen und einen Totenschein ausstellen kann
  • Die engsten Angehörigen informieren und weitere Schritte besprechen
  • Wichtige Unterlagen wie Personalausweis, Geburtsurkunde, Heiratsurkunde usw. suchen
  • Verträge und Verfügungen des Verstorbenen suchen und entsprechend handeln (gibt es ein Testament, einen Vorsorgevertrag mit einem Bestattungsinstitut, eine Willenserklärung zur Feuerbestattung oder ähnliches)?

2. Binnen der erlaubten Aufbahrungszeit

  • Die Wohnung versorgen, etwa auch Gas, Wasser und Strom abstellen, Haustiere versorgen und Pflanzen
  • Bestattungsinstitut auswählen
  • Bestattungsvertrag und Bestatter prüfen – welche Aufgaben werden selbst übernommen
  • Auswahl von Sarg/ Urne, Totenbekleidung, Umfang der Trauerfeier und weiteres
  • Abholung des Verstorbenen und Überführung des Leichnams in eine Leichenhalle
  • dem Standesamt den Sterbefall melden und eine Sterbeurkunde ausstellen lassen
  • Testament beim Nachlassgericht abgeben
  • Benachrichtigen: Krankenkasse, Lebens- und Unfallversicherung, Pfarramt (falls kirchlicher Beistand erwünscht ist), Arbeitgeber des Verstorbenen, Bekannte und Verwandte

3. Bis zur Trauerfeier und Beerdigung

  • Bestattungsform bestimmen
  • Friedhof und Grab auswählen – Grabnutzungsrechte erwerben oder verlängern
  • Termin mit Friedhofsträger vereinbaren
  • bei Feuerbestattung Genehmigung des Krematoriums einholen
  • Terminabsprache mit Pfarrer oder Trauerredner und Trauergespräch
  • Aufsetzen der Todesanzeige und versenden der Trauerkarten
  • Grabschmuck für Trauerhalle und Grab bei Gärtnerei bestellen
  • Gaststätte für Leichenschmaus reservieren

4. Nach der Trauerfeier

  • Danksagungskarten versenden oder Danksagungsanzeige per Zeitungsinserat
  • Laufende Zahlungen abbrechen und Verträge, Mitgliedschaften, Miete, Abos und, und, und kündigen
  • Abmelden bei Versicherungen, Renten- und Krankenkasse, Firma, Behörden, Ämtern
  • Akte mit wichtigen Dokumenten anlegen wie Sterbeurkunde, Grabnutzung und -pflege, Abrechnungen
  • gegebenenfalls Räumung der Wohnung
  • nach der Testamentseröffnung einen Erbschein beim Nachlassgericht beantragen
  • nach etwa sechs Wochen das Grab aufräumen und die Grabpflege organisieren
  • nach etwa sechs Monaten einen Steinmetz mit der Grabeinfassung und Grabsteingestaltung betrauen
©Mladen Zivkovic/shutterstock_1171378519

Was kostet eine Beerdigung? - Vergleich lohnt sich

Die Gesamtkosten für eine Beerdigung liegen in Deutschland in einem Rahmen von 2.000 Euro (günstigste anonyme Feuerbestattung) und 35.000 Euro für eine gehobene Erdbestattung. Die Stiftung Warentest empfiehlt, die Preise der Anbieter zu vergleichen, da das nicht pietätlos sei. Trauer und Erschöpfung beeinträchtigten die Urteilskraft – umso wichtiger sei eine genaue Prüfung der Angebote. Ein detaillierter Kostenvoranschlag ist das Mindeste, was man von einem Bestatter erwarten könne – ohne diesen, solle man ihn gar nicht erst beauftragen. Gut ist es, sich schon so früh wie möglich von mehreren Bestattungsinstituten beraten zu lassen – das ist natürlich nur möglich, wenn sich ein Todesfall ankündigt.

Was kostet eine Beerdigung? - Vergleich lohnt sich

©Mladen Zivkovic/shutterstock_1171378519

Die Gesamtkosten für eine Beerdigung liegen in Deutschland in einem Rahmen von 2.000 Euro (günstigste anonyme Feuerbestattung) und 35.000 Euro für eine gehobene Erdbestattung. Die Stiftung Warentest empfiehlt, die Preise der Anbieter zu vergleichen, da das nicht pietätlos sei. Trauer und Erschöpfung beeinträchtigten die Urteilskraft – umso wichtiger sei eine genaue Prüfung der Angebote. Ein detaillierter Kostenvoranschlag ist das Mindeste, was man von einem Bestatter erwarten könne – ohne diesen, solle man ihn gar nicht erst beauftragen. Gut ist es, sich schon so früh wie möglich von mehreren Bestattungsinstituten beraten zu lassen – das ist natürlich nur möglich, wenn sich ein Todesfall ankündigt.

©Lloyd Carr/shutterstock_687525373

Selbst bestimmen über die eigene Beerdigung oder Einäscherung

Wer seinen Angehörigen viel Papierkram und schwierige Entscheidungen ersparen will, kann schon zu Lebzeiten viele Vorbereitungen treffen und etwa in einer handschriftlichen Vollmacht festlegen, welche Art von Bestattung gewünscht ist. Mit einem Vorsorgevertrag mit einem Bestatter kann man Ablauf, Umfang und persönliche Wünsche für die Bestattung festlegen. Die Stiftung Warentest rät aber dringend davon ab, im Voraus zu bezahlen, weil das Geld etwa verloren wäre, wenn der Bestatter Pleite geht. Besser sei die Hinterlegung auf einem Treuhandkonto etwa bei der Deutschen Bestattungsvorsorge Treuhand.

Selbst bestimmen über die eigene Beerdigung oder Einäscherung

©Lloyd Carr/shutterstock_687525373

Wer seinen Angehörigen viel Papierkram und schwierige Entscheidungen ersparen will, kann schon zu Lebzeiten viele Vorbereitungen treffen und etwa in einer handschriftlichen Vollmacht festlegen, welche Art von Bestattung gewünscht ist. Mit einem Vorsorgevertrag mit einem Bestatter kann man Ablauf, Umfang und persönliche Wünsche für die Bestattung festlegen. Die Stiftung Warentest rät aber dringend davon ab, im Voraus zu bezahlen, weil das Geld etwa verloren wäre, wenn der Bestatter Pleite geht. Besser sei die Hinterlegung auf einem Treuhandkonto etwa bei der Deutschen Bestattungsvorsorge Treuhand.

©Maxx-Studio/shutterstock_366899399

Welche Arten der Bestattung gibt es?

Es wird unterschieden zwischen einer Beisetzung im Sarg und einer Beisetzung in einer Urne. Bei einer Erdbestattung wird ein Sarg auf einem Friedhof beigesetzt. Wird eine Urne auf einem Friedhof beigesetzt, heißt das Feuerbestattung. Urnenbeisetzungen sind auch im Wald oder auf dem Meer möglich. In einem sogenannten Friedwald können Verstorbene anonym und ohne Grabstein oder Grabeinfassung beigesetzt werden, es gibt auch die Möglichkeit, dass ein kleines Hinweisschild an den Verstorbenen erinnert. Während die Erdbestattung noch immer die häufigste Art der Bestattung ist, die Feuerbestattung aber immer stärker nachgefragt ist, gibt es aber noch eine ganze Reihe alternativer Bestattungsmöglichkeiten.
Eine davon ist etwa die Diamantbestattung, bei der ein Teil der Asche in einen Erinnerungsdiamanten gepresst wird. Ein Großteil der Asche wird aber auf einem Friedhof, im Wald oder auf See beigesetzt. Eine Alternative zur Waldbestattung ist die sogenannte Tree of Life-Bestattung. Hierbei wird die Asche des Verstorbenen vom Wurzelwerk eines Erinnerungsbaumes aufgenommen. Dieser wird anschließend an einem persönlichen Gedenkort gepflanzt. Bei der Flugbestattung wird die Asche von einem Flugzeug oder Hubschrauber über dem Meer aus der Luft verstreut. Ziele, die der Verstorbene zu Lebzeiten gerne besucht hätte, sind die Stationen seiner Urne bei der Weltreise-Bestattung. Darüber hinaus gibt es noch die Almwiesen- oder die Felsbestattung, die Wasserfallbestattung oder Luft- und Flussbestattung.

Welche Arten der Bestattung gibt es?

©Maxx-Studio/shutterstock_366899399

Es wird unterschieden zwischen einer Beisetzung im Sarg und einer Beisetzung in einer Urne. Bei einer Erdbestattung wird ein Sarg auf einem Friedhof beigesetzt. Wird eine Urne auf einem Friedhof beigesetzt, heißt das Feuerbestattung. Urnenbeisetzungen sind auch im Wald oder auf dem Meer möglich. In einem sogenannten Friedwald können Verstorbene anonym und ohne Grabstein oder Grabeinfassung beigesetzt werden, es gibt auch die Möglichkeit, dass ein kleines Hinweisschild an den Verstorbenen erinnert. Während die Erdbestattung noch immer die häufigste Art der Bestattung ist, die Feuerbestattung aber immer stärker nachgefragt ist, gibt es aber noch eine ganze Reihe alternativer Bestattungsmöglichkeiten.
Eine davon ist etwa die Diamantbestattung, bei der ein Teil der Asche in einen Erinnerungsdiamanten gepresst wird. Ein Großteil der Asche wird aber auf einem Friedhof, im Wald oder auf See beigesetzt. Eine Alternative zur Waldbestattung ist die sogenannte Tree of Life-Bestattung. Hierbei wird die Asche des Verstorbenen vom Wurzelwerk eines Erinnerungsbaumes aufgenommen. Dieser wird anschließend an einem persönlichen Gedenkort gepflanzt. Bei der Flugbestattung wird die Asche von einem Flugzeug oder Hubschrauber über dem Meer aus der Luft verstreut. Ziele, die der Verstorbene zu Lebzeiten gerne besucht hätte, sind die Stationen seiner Urne bei der Weltreise-Bestattung. Darüber hinaus gibt es noch die Almwiesen- oder die Felsbestattung, die Wasserfallbestattung oder Luft- und Flussbestattung.

Links:

https://www.trauerundgedenken.de/trauer-und-trost/bestatterundbestattung/die-aufbahrung-zu-hause
https://todesfall-checkliste.de/
https://www.test.de/Bestattungen-Die-teuren-Toten-1214746-0/
https://www.vorsorge-heute.de/
https://november.de/ratgeber/bestattungsarten/
https://www.dgpalliativmedizin.de/