Autor : Udo
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Was tun bei Haarausfall?

Im Alter kommt es häufig zu ungeliebten Problemen mit den Haaren: Männer leiden zunehmend unter Geheimratsecken, die sich ausweiten bis hin zur Glatze. Im gleichen Atemzug plagen sich Frauen immer mehr mit schütter und dünner werdendem Haar sowie dem sogenannten breiten Scheitel herum. In diesem Artikel erfährst du, was es mit dem Haarausfall auf sich hat, und, was du dagegen tun kannst.

Mit zunehmendem Alter nimmt die Liste der auftretenden Haarprobleme zu. Die Ursache für diese Auswirkungen liegt vor allem darin, dass die Regenerationsfähigkeit der Haarfollikel bei Mann und Frau zunehmend verloren geht. Bei Frauen kommt häufig noch hinzu, dass während der Wechseljahre - also im Alter zwischen 45 und 65 Jahren - der nun auftretende Östrogenmangel dieses Problem auslöst oder verstärkt. In diesem Artikel erfährst du, was es mit dem Haarausfall auf sich hat, und, was du bei Haarausfall tun kannst.

Haarausfall ist nicht gleich Haarausfall

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©Bild von Ryan McGuire auf Pixabay

Bei all der Problematik gilt es, verschiedene Arten von Haarausfall zu unterscheiden, da sie jeweils einer anderen Behandlung bedürfen. Hier gibt es die folgenden Arten:

  • Erblich bedingter Haarausfall
  • Kreisrunder Haarausfall
  • Diffuser Haarausfall
  • Haarausfall durch Eisenmangel
  • Hormonell bedingter Haarausfall

Erblich bedingter Haarausfall

Handelt es sich um den erblich bedingten Haarausfall, so beginnt dieser bei Männern und Frauen an unterschiedlichen Stellen am Kopf. Bei Männern beginnt diese Art des Haarausfalls in Form von Geheimratsecken und lichtem Haar am Hinterkopf. Bei Frauen zeigt sich diese Art des Haarausfalls dagegen eher ein einer Ausdünnung des Haars, was sich häufig im sogenannten breiten Scheitel niederschlägt. Es handelt es sich um eine hormonell bedingte Form des Haarausfalls. Hier spielt das köpereigene Hormon DHT (Dihydrotestosteron) eine Hauptrolle. Die Wachstumsphase der Haare wird verkürzt, wenn zu viel Hormon DHT im Körper vorhanden ist. Daher werden die Haarfollikel und die Haare immer dünner. Die Folge: Die Haardichte nimmt merklich ab.

Symptome bei Männern

Sie verlieren ihre Haare zunächst im oberen Schläfenbereich und an der Stirn. Alles beginnt mit der Bildung von Geheimratsecken. Danach gehen die Haare am oberen Hinterkopf verloren, bis es letztlich zur Glatzenbildung kommt.

Die Symptome bei Frauen

Hier fallen die Haare entlang des Mittelscheitels aus. Es können sich kahle Stellen entwickeln, in den meisten Fällen werden die Haare immer dünner, bis letztendlich die Kopfhaut zu sehen ist.

Kreisrunder Haarausfall

Die zweithäufigste Form des Haarausfalls ist der kreisrunde Haarausfall (Alopecia areata). Charakteristisch sind hier plötzlich kahle, runde oder ovale Stellen auf der Kopfhaut. Diese Stellen vergrößern sich und können sogar zum kompletten Haarverlust verführen. Auch andere Körperstellen können betroffen sein, wie zum Beispiel der Bart, die Wimpern, die Augenbrauen oder der Schambereich. Vermutet wird, dass es sich beim kreisrunden Haarausfall um eine Autoimmunreaktion des Körpers handelt. In vielen Fällen ist der kreisrunde Haarausfall heilbar, da hier die Haarfollikel intakt bleiben.

Diffuser Haarausfall

Der diffuse Haarausfall (Alopezie) zeigt sich in Form von dünnem und lichter werdendem Haar. Hier kommt es zu einer Schädigung der Haarwurzel, sodass nachwachsende Haare schwächer werden und langsamer wachsen. Die Ursachen für diffusen Haarausfall sind vielfältig:

  • Schilddrüsenfunktionsstörungen
  • Infektionskrankheiten
  • Krebserkrankungen
  • Diabetes
  • Hormonumstellung nach der Geburt oder in den Wechseljahren

All dies sind mögliche Auslöser.

Nicht selten sind aber auch Essstörungen wie Magersucht und Bulimie, chronisch entzündliche Darmerkrankungen, eine entzündliche Kopfhauterkrankung (Schuppenflechte) und vor allem übermäßiger Stress Ursache für den auftretenden diffusen Hausausfall. Ursächlich für diese Erkrankung ist häufig ein enormes Ungleichgewicht an Nährstoffen im Organismus. Die Haarfollikel können sich durch diesen Mangel nicht mehr angemessen entwickeln. Ein Ausgleich des Nährstoffmangels genügt häufig, dass die Symptome zurückgehen.

Haarausfall durch Eisenmangel

Haarausfall ist in einigen Fällen ein deutliches Alarmzeichen für einen akuten Eisenmangel. Dieser zeigt sich häufig lange bevor die charakteristischen Symptome wie Blutarmut, Konzentrationsstörungen und Müdigkeit auftreten. Eine Überprüfung der Mineralstoffversorgung bei auftretendem Haarausfall ist daher sehr wichtig. Denn der Haarausfall wegen Eisenmangel ist bei weitem weniger bekannt als alle anderen Ursachen für Haarausfall. Wird dieser Mangel ausgeglichen, endet auch der Haarausfall, da Haarfollikel wieder ausreichend Nährstoffen erhalten.

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©Bild von RitaE auf Pixabay

Was tun gegen Haarausfall im Alter?

Wenn nun klar ist, dass sich um den altersbedingten Haarausfall handelt, gibt es im Grunde zwei Möglichkeiten: Entweder man findet sich damit ab, was in der Regel älteren Herren weniger schwerfällt, da schütteres Haar oder eine Glatze bei Männern gesellschaftlich anerkannt sind. Oder man steuert dem altersbedingten Haarausfall entgegen, indem man den Zellstoffwechsel der Haarwurzel Tag für Tag stärkt. Selbst wenn die Haarfollikel aufgrund des voranschreitenden Alters mehr und mehr ihren Dienst einstellen, so ist es dennoch möglich, diese wieder zu reaktivieren. Haarausfall im Alter ist in gewisser Hinsicht vorprogrammiert, muss aber dennoch kein Schicksal sein, solange die richtigen Wirkstoffe eingesetzt werden.

Um den Zellstoffwechsel der Haarwurzel wieder zu regenerieren, ist es wichtig, dem gesamten Körper ausreichend Nährstoffen zuzuführen. Ganzheitliche Mittel gegen Haarausfall versorgen hier die Basis. Sie sorgen für die Lieferung aller benötigten Nährstoffe, um wieder in ein gesundes und harmonisches Gleichgewicht zu finden. So wird unter anderem auch das Hormonsystem reguliert und Bakterien finden keinen Nährboden. So beruhigt sich dann auch die körpereigene Abwehrlage.

Fazit

Eine gesunde Ernährung, die Versorgung mit den wichtigsten Nährstoffen, dem Mangel an Eisen vorzubeugen und die Verwendung entsprechender Shampoos können das Haarwachstum wieder anregen. Insbesondere spezielle Shampoos sorgen dafür, dass dünnes Haar in Phasen der hormonellen Umstellung wieder richtig ernährt wird. Dies gilt vor allem für die Zeit nach der Schwangerschaft oder in den Wechseljahren. Die in den Shampoos enthalten essentiellen Nährstoffe gewährleisten dementsprechend ein gesundes Haarwachstum. Wichtig ist aber immer, die Gesamtheit zu betrachten: Neben dem Shampoo ist dem gesamten Körper Aufmerksamkeit zu zollen, was nur bei Berücksichtigung der Ernährung und anderer in diesem Artikel genannter Komponenten möglich ist.