Autor : Udo
100% Wissenschaftlich

Haarausfall akzeptieren und neues Aussehen lieben

Jeder Mensch geht anders mit dem Haarausfall um. Während einige schon bei dem ersten verlorenen Haar Panik schieben, sind andere relativ entspannt. Diese Personen nehmen den Haarausfall als einen normalen Bestandteil des Alterungsprozesses an. Doch wie gelingt Ihnen das? Alterix verrät dir im Folgenden, wie auch du mit dem Haarausfall cool umgehst und dein neues Aussehen lieben lernst.

Besonders Männer zwischen 30 und 50 leiden unter Haarausfall. Hier beginnt dann für viele ein echtes Martyrium und es werden die verschiedensten Methoden ausprobiert, um die Folgen des Haarausfalls zu verbergen. Es scheint so zu sein, dass mit dem Verlust der Haare ebenfalls das Selbstbewusstsein verloren geht. Die Angst, in der öffentlichen Wahrnehmung unattraktiv zu sein und seltsam beäugt zu werden, lässt viele Männer eine ganze Reihe unterschiedlicher Versuche unternehmen, um den Haarausfall zu kaschieren.

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Das Verstecken der Glatze

Zu diesen Versuchen zählt beispielsweise das Verdecken der Halbglatze mittels eines Haarteils. Ein anderer Versuch ist es, die Halbglatze mit einer Haarsträhne zu verdecken. Einige wenige Männer probieren sich ganz kreativ darin, mittels eines Pferdeschwanzes von der eigentlichen „Platte“ abzulenken. Oben fehlt das Haupthaar und hinten wird der verbliebene Kranz so lang gezüchtet, dass er zum Pferdeschwanz gebunden werden kann.

All diese Versuche sind selbstverständlich legitim und strotzen teilweise nur so vor Kreativität. Doch in den meisten Fällen wir der Mann dadurch nicht glücklich. Es zeigt sich vielmehr, dass es sich um eine Strategie der Verdrängung handelt: „Nein, ich werde nicht alt.“

Oftmals merken Außenstehende jeden Versuch, den Haarausfall zu kaschieren, ganz genau. Dann ist der fragende Blick auf die seltsame Frisur immer groß. Hier sind schütteren Haare oder gar die Glatze wesentlich besser als die Verdrängungsstrategie. Ein Blick auf das Haarteil macht schnell klar, warum: Die gezüchtete Strähne, die hoffnungslos über den kahlen Kopf drapiert wird, lässt Männer leider häufig ungepflegt aussehen. Trotz all ihrer Bemühungen schlägt der Versuch wohl eher ins Gegenteil um. Und der Pferdeschwanzträger hat es oft auch nicht leicht. Schnell wird er in eine bestimmte Ecke gedrängt, in die er möglicherweise überhaupt nicht gehört:

  • Hippie
  • Rocker
  • Hell’s Angel?

Was die Medikamente bei erblich bedingtem Haarausfall angeht, so können diese nur ihre Wirkung tun, wenn sie sehr frühzeitig zum Einsatz kommen. Allerdings ist die Kehrseite dieser Behandlung, dass diese Medikamente dann lebenslang eingenommen werden müssen. Hier gilt es abzuwägen, ob man darauf besteht, seine Haare um jeden Preis und vor allem um jede eventuelle Nebenwirkung behalten zu wollen, oder ob man den Haarausfall einfach akzeptiert.

Die Damen und der Haarausfall

Für Frauen stellt sich die Situation in der Regel noch einmal deutlich schwieriger dar, da die Glatze des Mannes bereits seit Jahrhunderten salonfähig ist. Frauen, die unter Haarausfall leiden und mit schütterem Haar zu kämpfen haben, kämpfen gleichzeitig mit der Angst, ihre Weiblichkeit verloren zu haben. Wahr ist, dass Perücken für Frauen inzwischen so hochqualitativ gearbeitet sind, dass diese dem Echthaar zum Verwechseln ähnlich sehen und daher nicht einmal von der Umwelt als solche erkannt werden.

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Die Gesellschaft und der Haarausfall

Eines ist auf jeden Fall klar:

Gesellschaftlich ist der Haarausfall bei Männern weitestgehend akzeptiert. Bei Frauen sieht das leider immer noch ganz anders aus. Aber warum ist das so?

Nun: Die Männerwelt ist schon immer aus genetischen Gründen vom Haarausfall betroffen gewesen. Dies wiederum bedeutet: Es gibt viele Männer mit schütterem Haar oder mit Glatze. Wann immer es viele Menschen gibt, die sich in gewisser Weise ähneln, tritt auch eine Akzeptanz für das Aussehen ein. Inzwischen machen es einige Prominente deutlich vor, dass es absolut keinen Grund gibt, den Haarausfall zu einem Problem zu machen, welches unbedingt kaschiert werden muss. Denkt man einmal kurz an Bruce Willis (u.a. Darsteller in Stirb langsam), so trägt dieser schon lange und voller Stolz seine Glatze. Inzwischen ist diese gar zu einem einschlägigen Merkmal geworden, welches durchweg positiv registriert wird. Insbesondere seine Einordnung als Frauenschwarm spricht an dieser Stelle Bände. Das gleiche gilt für Dwayne Johnson, vielen als „The Rock“ bekannt. Seine polierte Platte ist ein echtes Schönheitsideal, die es mit ihm zusammen sogar aufs Cover als Sexiest Man Alive geschafft hat.

Was zeigen also diese zwei Beispiele? Männer sollten sich zwingend davon frei machen, dass ihre Haare irgendetwas mit ihrer Attraktivität oder Ausstrahlung zu tun haben. Männer mit Glatze oder schütterem Haar und einem entsprechenden Kurzhaarschnitt werden in der Frauenwelt ebenfalls als sehr attraktiv empfunden. Die Voraussetzung hierfür ist allerdings, dass sich jeder Mann mit seinem Aussehen so akzeptiert, wie er ist. Dann nämlich strahlt er Selbstbewusstsein und Selbstzufriedenheit aus. Dies ist der Schlüssel für dieses Geheimnis.

Frauen sollten aufhören, sich zu verstecken

Zugegebenermaßen: Frauen haben es hier eindeutig schwerer. Nicht aber weil sie Tat unattraktiv sein sollten wegen ihrer fehlenden Haare, sondern weil leider über die Medien immer noch ein ganz bestimmtes Frauenbild vermittelt wird. Doch in heutigen Zeiten setzen sich immer mehr Personen dafür ein, eben dieses Frauenbild viel flexibler zu gestalten: Plus-Size-Models, kahl rasierte Hollywood-Größen und zahlreiche weitere Personen vermitteln immer mehr die Ansicht, dass eine Frau exakt dann wunderschön ist, wenn sie ihr Äußeres und Inneres nach außen hin selbstbewusst transportiert.

Dieselbe Diskussion wie beim Haarausfall gibt es allerdings auch bei anderen Themen, wozu beispielsweise die Faltenbildung gehört. Hier gibt es in der öffentlichen Wahrnehmung leider ebenfalls die Ansicht, ein faltenfreies Äußeres sei das Erstrebenswerteste. Doch zahlreiche natürliche Schönheiten aus der Welt der Prominenten präsentieren immer mehr mit Stolz Ihre Falten. Insbesondere der deutsche Arzt und Komiker Doktor Eckkart von Hirschhausen hat zu diesen Themen eine interessante Aussage formuliert: „Lachfalten sind so ziemlich das sexieste, was es gibt! Natürlich könnt ihr die Falten unterspritzen lassen. Dann seht ihr vielleicht zwanzig Jahre jünger aus. Aber bei dem maskenhaften Gesicht seht ihr zugleich auch zwanzig Jahre dümmer aus!“

Wann also fängt dann die Frau – aber auch der Mann – endlich an zu sagen: „Das bin ich! So sehe ich aus! Und das ist auch gut so!“ Attraktivität kommt – wie wir sehen konnten – vor allem durch Selbstbewusstsein und Selbstakzeptanz von innen. Sicherlich gibt es einige äußere Merkmale, die kurz aufmerksam werden lassen. Allerdings handelt es sich dabei aber stets um gewohnheitsbedingte Attribute.

Was damit gemeint ist? Zu Zeiten des Künstlers Rubens waren vornehmlich dicke und runde Frauen attraktiv, wie es heutzutage bei vielen Kulturen immer noch der Fall ist. In den 1950er Jahren lag das Schönheitsideal für Frauen bei einer schlanken Taille und einem Atombusen, bis Audrey Hepburn mit ihrer beinahe knabenhaften Oberweite die Filmwelt eroberte, mit ihrer neuen Mode überzeugte und alle Herzen höher schlagen ließ.

Fazit

Einer muss den Anfang machen und zu dem stehen, was er hat, oder was er ist. Wer den Haarausfall akzeptiert und sein neues Aussehen liebt, der wird auch großen Einfluss auf die Gesellschaft und deren Schönheitsempfinden nehmen. Dies ist der Weg zu einem psychisch gesunden Alterungsprozess.