Autor : Udo
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Die ideale Ernährung bei Haarausfall

Unser gesamter Organismus ist eine komplexe Chemiefabrik. Diese kann aber nur dann ordnungsgemäß funktionieren, wenn sie zu jeder Zeit optimal versorgt ist. Ist das Gegenteil der Fall, so treten in den verschiedensten Bereichen unseres Körpers Mangelerscheinungen auf, die sich in der Regel durch Krankheitssymptome äußern. Kommt es zu Haarausfall, so wird in aller Regel lediglich der Verlust der Haare gesehen. Kaum jemand kommt auf die Idee, dass es sich hier um ein deutliches Signal des menschlichen Körpers handelt. Dieses macht darauf aufmerksam, dass etwas nicht stimmt und aus dem Gleichgewicht geraten ist.

Zwar ist der menschliche Organismus durchaus in der Lage, kurzfristige Überlastungen auszugleichen. Allerdings muss ihm für diese Arbeit ausreichend Energie zur Verfügung stehen. So kann er alle Regulationsmechanismen ausreichend aktivieren und wie verfügen über eine gute Gesundheit.

Dieser Zustand ist aber leider häufig anders als er sein sollte. Die Folgen von Stress, Anspannung, Angst, oder Missgunst belasten nicht nur die Psyche, sondern eben auch den Körper. Weitere Faktoren, die für ein Ungleichgewicht sorgen, sind zudem Bewegungsmangel und der Mangel an Entspannung in Kombination mit ungesunder Ernährung. Dies führt immer öfter zu einem deutlichen Energiedefizit.

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Energiemangel und, was er auslöst

Dauerbelastungen benötigen enorm viel Energie. Ein dauerhafter Energieentzug führt zu einem Ungleichgewicht im Körper und Krankheiten sind die Folge. Zwar ist der Körper nicht sofort und unmittelbar ernsthaft erkrankt, aber er sendet sofort Signale aus, die einer Reaktion bedürfen:

  • Anhaltende Erkältungen
  • Häufige Kopfschmerzen
  • Verschlechterung des Hautbildes
  • Darmprobleme
  • Haarausfall
  • Und viele mehr...

Es ist wichtig, diese Zusammenhänge zu verstehen, um zu erkennen, dass auch Haarausfall ein ernstzunehmendes Signal des Körpers ist. Zwar ist es in Ordnung, allein die Symptome - also den Haarausfall - zu behandeln. Doch letztlich muss dieses Erscheinungsbild ganzheitlich gesehen werden. Hier ruft der Körper nach einem Ausgleich der Energiebilanz.

Übersäuerung zeigt eine deutliche Fehlernährung

In unseren Breitengraden stehen viele Lebensmittel auf dem alltäglichen Speiseplan, die zu den sogenannten Säurebildnern zählen:

  • Fleisch, Wurst, Käse, Fisch
  • Eier, Milchprodukte
  • Weißmehl-Produkte
  • Süßwaren Kaffee, Schwarzer Tee
  • Süße Getränke
  • Alkohol & Nikotin

Diese sorgen schnell für eine Übersäuerung des Körpers, wenn zugleich die basenbildenden Produkte vernachlässigt werden. Weitere Faktoren für die Übersäuerung sind zudem aber auch Stress, Ärger, negative Gedanken und Bewegungsmangel. Übersäuerung hat extreme Auswirkungen. Hierzu zählen beispielsweise Gärungen im Dünndarm und Fäulnis im Dickdarm, wodurch sich Ammoniakgase entwickeln. Diese sehr toxischen Gase belasten den gesamten Organismus. Normalerweise werden alle im Körper entstandenen Säuren mit Hilfe von Mineralstoffen neutralisiert, die dann über die Nieren ausgeleitet werden.

Was hat das jetzt mit Haarausfall zu tun? Eine ganze Menge! Denn unser Organismus verwendet neben anderen Mineralstoffen eben auch die im Haarboden eingelagerten Mineralstoffe, um diese Säuren zu neutralisieren. Das ist dann bereits der Beginn des Haarausfalls. Hier wird gezeigt, dass es sich um massiven Abbau von Mineralstoffen innerhalb des Haarbodens handelt. Mit der entsprechenden Ernährung oder mit einer Ernährungsergänzung kann man hier erfolgreich entgegenwirken, wobei die gesunde und ausgewogene Ernährung auf jeden Fall im Vordergrund stehen sollte.

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Haarboden und die Darmflora sind enge Verbündete

In der Naturheilkunde wird gesagt, dass jede Haarpapille in energetischer Verbindung zur Darmzotte steht. Es lassen sich also über den Zustand der Kopfhaut auch Rückschlüsse auf den Zustand des Darms ziehen. Häufig treten verschiedene mit dem Darm in Verbindung stehende Symptome gemeinsam mit dem Haarausfall auf:

  • Blähungen
  • Verstopfung
  • Durchfall

Allerdings kann auch ein Nährstoffmangel im Haarboden vorliegen, ohne dass Magen und Darm darauf reagieren. Sicher ist aber: Kommt es zu einer Darmfunktionsstörung, ist die Aufnahme und Verwertung der Nahrung beeinträchtigt. Die Folge ist ein gestörter Stoffwechsel. In einem solchen Fall sorgt der Organismus dafür, dass vorrangig die lebensnotwendigen Organsysteme wie Herz und Gehirn versorgt werden. Haare hingegen sind für den Organismus nicht überlebensnotwendig. Daher werden dem Haarboden zuerst die Nährstoffe entzogen.

Außerdem hat der Säure-Basen-Haushalt ebenfalls einen beachtlichen Einfluss auf den Hormonhaushalt. Eine chronische Übersäuerung kann der ausschlaggebende Moment sein, der die Haarfollikel überhaupt erst so empfindlich für hormonelle Einflüsse macht. Es war bereits in einigen Fällen möglich, die Übersäuerung mit einer gesunden Ernährung zu regulieren und so die Haarfollikel optimal mit Mineralien zu versorgen, ohne dass eine zusätzliche medikamentöse Hormonbehandlung notwendig wurde.

Haare brauchen Nährstoffe

Haare brauchen für ein gesundes Wachstum viele Nährstoffe wie Vitamine, Aminosäuren und Spurenelemente. Bei einem Mangel dieser Nährstoffe werden die Haarfollikel kleiner und dünner oder die Haare beginnen gar auszufallen. Durch eine gesunde Ernährung, die mit den entsprechenden Nährstoffen versehen ist, werden viele Formen des Haarausfalls erfolgreich gemindert.

B-Vitamine

Alle Vitamine der B-Gruppe sind für ein gesundes Haarwachstum wichtig. Diese Vitamine stärken das Haar und steuern sowie regeln den Stoffwechsel in den Haarwurzeln. Das Biotin (Vitamin H) macht das Haar widerstandsfähig und es behält seinen Glanz. Außerdem wirkt Biotin vorbeugend gegen Entzündungen der Haarwurzel. Das ist besonders wichtig, da eine Entzündung der Haarwurzel zu Haarverlust führen könnte. Eine Farbveränderung von Haaren ist unter Umständen ein erstes Zeichen für einen Mangel an Biotin.

Arginin

Die Aminosäure Arginin ist ebenfalls sehr wichtig, da sie für eine bessere Durchblutung der Haarwurzel sorgt. Je besser die Durchblutung, desto besser sind die Haare mit Nährstoffen versorgt.

Glutamin

Glutamin trägt zum Haarwachstum bei. Allerdings kann es passieren, dass diese Aminosäure im Alter und bei zusätzlichem Stress nur in unzureichenden Mengen produziert wird.

Zink

Zink ist ein Spurenelement, das eine schnellere Neubildung von Haarzellen gewährleistet. Somit fördert es das Haarwachstum. Zudem ist Zink an der Bildung von Keratin beteiligt und schützt die Haarwurzel, da es entzündungshemmend wirkt.

Eisen

Eisenmangel führt zu Haarausfall. Dies haben inzwischen viele Studien gezeigt. Das Spurenelement Eisen ist ein Bestandteil von Hämoglobin und für den Sauerstofftransport im Blut verantwortlich. Nur mit ausreichend Sauerstoff ist ein Wachstum der Haare möglich. Vitamin C sorgt dafür, dass sich das Eisen überhaupt an die roten Blutkörperchen binden und so zu den Haaren gelangen kann.

Fazit

Haare sind lebendig, Wie alles Lebendige müssen auch Haare ausreichend und ausgeglichen ernährt sein. Hierbei ist jeder seines eigenen Glückes Schmied. Befolgst du die Hinweise in diesem Artikel, dann tust du aus Seiten der Ernährung alles Notwendige, um deine Haarpracht beizubehalten.