Die positive Wirkung des Mineralstoffes Zink

Der Mineralstoff Zink ist in unserem Körper nur in Spuren enthalten, doch diese sind essenziell: zahlreiche Enzyme enthalten Zink oder werden durch den Mineralstoff aktiviert, darunter zum Beispiel die Enzyme für den Kohlehydrat-, Energie- und Fettstoffwechsel. Zink stärkt das Immunsystem und ist an der Bildung vieler Hormone beteiligt. Was macht Zink so unverzichtbar für unseren Körper?

Multitalent Zink

Zink ist ein wahres Multitalent: als Bestandteil zahlreicher Enzyme spielt es eine entscheidende Rolle für den Stoffwechsel. Es ist unverzichtbar für unser körperliches Wohlbefinden, weil es in fast jeder Körperzelle zu finden ist. In Knochen, Muskeln, Haut, Haaren und Organen erfüllt es seine wichtigen Aufgaben. Obwohl es nur in Spuren im Körper vorhanden ist, würde der Körper ohne Zink nicht funktionieren. Bereits ein geringer Zinkmangel sorgt dafür, dass die Vorgänge nicht mehr einwandfrei oder gar nicht mehr ablaufen können.

Immunsystem

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©Bild von Bragin Alexey/Shutterstock_54301048 auf Alterix

Unser Körper ist permanent Viren und Bakterien ausgesetzt. Das Immunsystem entwickelt dagegen Abwehrzellen, die den Körper gegen Krankheitserreger schützen. Spezielle T-Lymphozyten, auch T-Zellen genannt, die zur Gruppe der Leukozyten (weiße Blutkörperchen) gehören, greifen Viren und Bakterien im Körper an. Eine Unterform der T-Zellen, die T-Killerzellen, vernichten Zellen, die durch einen Virus oder tumorartig verändert sind. Für die Bildung dieser T-Zellen sind Zink-Ionen notwendig. Ein optimaler Zinkspiegel hilft bei der Stärkung des Immunsystems, wogegen schon ein geringer Zinkmangel das Immunsystem schwächen und den Körper anfälliger für bakterielle, virale oder parasitäre Infektionen machen kann. Hochdosiertes Zink, eingenommen mit dem Auftreten der ersten Symptome einer Erkältung, kann die Erkrankungsdauer um einige Tage verkürzen und die Erkrankungsschwere mindern.

Wundheilung

Zink sorgt für die Zellteilung, Zellbildung und den Zellstoffwechsel und nimmt damit Einfluss auf die Gesundheit und das Wachstum der Haut. Nach einer Verletzung oder Operation fördert Zink den Wundverschluss und unterstützt die Neubildung von Eiweißen, um das zerstörte Gewebe zu ersetzen. Außerdem beugt es durch seine antibiotische Wirkung auf Bakterien Entzündungen vor.

Entzündungshemmende Eigenschaft

Die entzündungshemmende Eigenschaft des Zinks hilft nicht nur bei Hauterkrankungen wie Akne, Neurodermitis oder Schuppenflechte, sondern auch bei Entzündungen der Magen- und Darmschleimhaut. Hauterkrankungen werden auch äußerlich mit Zinksalbe behandelt.

Hormonhaushalt

Zink ist maßgeblich an der Produktion von Hormonen beteiligt, die sich gezielt auf die Funktion bestimmter Organe auswirken. Eine optimale Zinkversorgung ist wichtig für die Hormone der Schilddrüse, die den Stoffwechsel in fast allen Körperzellen beeinflusst. Ein Mangel an Schilddrüsenhormonen kann bei Kindern zu geistigen Entwicklungsstörungen führen, bei Erwachsenen zu depressiven Verstimmungen, Gewichtszunahme und Schilddrüsenvergrößerung (Kropf). In der Bauchspeicheldrüse steuert das dort hergestellte Hormon Insulin den Blutzuckerspiegel, ein Mangel führt zu erhöhten Blutzuckerwerten. In der Hirnanhangdrüse wird unter anderem das Wachstumshormon Somatropin hergestellt. Ein Mangel kann bei Kindern Zwergenwuchs verursachen, bei Erwachsenen das viszerale Fettgewebe, Muskelabbau und brüchige Knochen fördern. In den Sexualorganen der Frau werden die Hormone Östrogen und Progesteron gebildet, in denen des Mannes Testosteron. Ein Mangel an diesen Hormonen kann die Fruchtbarkeit der Frau beeinflussen, beim Mann können Potenzstörungen und Zeugungsunfähigkeit die Folge sein. Auch vor unseren Stimmungen macht Zink nicht Halt: es ist ein wichtiger Bestandteil der Enzyme, die an der Produktion von Serotonin, Dopamin und GABA beteiligt sind. Die Dopaminausschüttung erfolgt als Belohnung auf ein positives Erlebnis, während die Serotoninausschüttung uns dazu motiviert, die positiven Erlebnisse zu wiederholen. GABA (Gamma-Aminobuttersäure) ist ein Neurotransmitter, und zwar der wichtigste beruhigende Neurotransmitter im zentralen Nervensystem. Das natürliche Anti-Stress-Mittel zählt zu den besten natürlichen Mitteln zur mentalen Entspannung.

Regulation des Säure-Basen-Haushaltes

Zink dient als Aktivator eines Enzyms, welches die Ausscheidungskapazität von Säuren über den Urin drastisch erhöht. Dadurch wird der Säure-Basen-Haushalt des Körpers reguliert. Eine ausreichende Zinkzufuhr ist während einer aktiven Entsäuerungskur daher besonders wichtig.

Entgiftung

Bestimmte körpereigene Proteine, die hauptsächlich in Leber- und Nierengewebe synthetisiert werden, binden giftige Schwermetalle wie Quecksilber, Blei, Nickel und Kadmium, sodass sie dem Körper nicht mehr schaden können. Das funktioniert nur in Anwesenheit von Zink, und zwar folgendermaßen: Die körpereigenen Transport-Proteine, Metallotioneine (MT), weisen 7 freie Bindungsstellen auf: 6 von ihnen binden giftige Schwermetalle, eine Bindungsstelle wird von Zink besetzt. Zink lenkt das mit Giftstoffen besetzte Protein zur Niere, wo es ausgeschieden wird.

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©Bild von Dmytro Zinkevych/Shutterstock_1139385014 auf Alterix

Radikalfänger

In der Bekämpfung der freien Radikale durch die antioxidativen Schutzsysteme des Körpers spielt Zink eine zentrale Rolle. Als Radikalfänger bindet es freie Radikale und wirkt einer Erhöhung der Konzentration an freien Radikalen entgegen.

Sinnesorgane

Hören, Sehen, Riechen, Schmecken: diese Sinne brauchen Zink. Zink ist an zahlreichen Stoffwechselvorgängen beteiligt und sorgt für eine schnelle Erholung der Sinneszellen nach Belastung. Zinkmangel kann zu trockenen Augen und Nachtblindheit, Schwerhörigkeit und Hörverlust führen. Die Schleimhäute in Mund, Rachen und Nase erhalten durch Zink Stabilität und Widerstandskraft gegen Krankheitserreger, die Regeneration nach Entzündungen und Infekten wird gefördert. Zinkmangel kann das Schleimhautgewebe zerstören und die Geruchs- und Geschmacksempfindung mindern.

Leistungsfähigkeit und Kraft

Sportler wissen die positive Wirkung von Zink zu schätzen, da es nicht nur den Muskelaufbau fördert, sondern auch die Fettverbrennung ankurbelt und die Regeneration unterstützt. Es beugt Muskelkater und Mikroverletzungen im Gewebe vor und mindert die bei Sportlern oft erhöhte Infektanfälligkeit.

Fazit

Zink ist lebensnotwendig: es stärkt das Immunsystem, ist wichtig für den Hormonhaushalt und unabdingbar für zahlreiche Stoffwechselvorgänge. Es unterstützt den Körper bei der Entgiftung und fungiert als Radikalfänger. Auch unsere Sinnesorgane sind auf Zink angewiesen. Ohne den Mineralstoff Zink würde unser Körper nicht funktionieren.

Quellen

https://www.zinkmangel.de/krankheiten.php

https://www.gesundheit.de/ernaehrung/naehrstoffe/mineralstoffe-und-spurenelemente/zink-ein-lebensnotwendiges-spurenelement

https://www.g-netz.com/zinkmangel/

https://www.ugb.de/ernaehrungsplan-praevention/zink-multitalent/

https://www.gesundfit.de/artikel/zink-zinkmangel-2878/

https://www.naturheilzentrum-nuernberg.de/lexikon/z/zink.html

https://www.jameda.de/gesundheit/ernaehrung-fitness/zink-wert-blutbild-naehrstoff-einnahme-empfehlung/

https://vegane-fitnessernaehrung.de/naehrstoffe/zink_wirkung_immunsystem_zinkaufnahme_verbessern.html

https://zink.koerper-entgiften.info/

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