Autor : Va.wo
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Die passenden Medikamente zu den einzelnen Krankheiten

Vor allem in jüngeren Lebensjahren ist der menschliche Organismus hervorragend dazu in der Lage Bakterien, Viren und andere schädliche Einflüsse gekonnt abzublocken und den Körper vor Schaden zu bewahren. Auch ein positiver Lebensstil, Sport und diverse andere Parameter sind dafür zuständig, dass der Mensch gegen vieles gewappnet ist und einen Grundstein für ein gesundes Leben legen kann. Mit voranschreitendem Alter hingegen durchzieht dieser bisher so tollkühne und zuverlässige Organismus einen Wandel. Dieser Wandel trägt das Wort Altern und niemand von uns kann sich diesem ganz normalen Lauf der Zeit verschließen. Die physische und auch psychische Belastungsfähigkeit kann im Alter einen deutlichen Abwärtstrend erfahren. Analysiert man diese Abwärtsspirale genauer, kann man währenddessen beobachten, dass häufig die gleichen Krankheitsbilder in Erscheinung treten. Auch eine medikamentöse Leitlinie ist dabei zu verzeichnen. Doch wie genau sehen diese Krankheiten aus und was hilft bei der Bewältigung dieser unschönen Hürde am besten?

Die altersbedingte Depression

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©Bild von PIXABAY auf Pexels

Statistisch betrachtet, spricht man vor allem bei jenen Patienten von einer altersbedingten Depression, die das 65. Lebensjahr überschritten haben und typische Signale äußern. Nur rund 5 Prozent der gesamten Bevölkerung legen depressive Züge an den Tag, allerdings sind allein 20% davon der altersbedingten Depression zuzuschreiben. Dieser Vergleich zeigt in aller Deutlichkeit, dass eine depressive Entwicklung in enger Verbindung mit dem Altern steht. Die Gefahr, in eine depressive Phase zu rutschen, steigt, je älter wir werden. Laut Statistik ist in Altersheimen sogar eine bis zu 40%-prozentige Verteilung auszumachen. Körperliche und auch geistige Beeinträchtigungen spielen als Auslöser eine tragende Rolle. Von Angehörigen oftmals nicht ernstgenommen, kann sich die Lage dieser Personengruppe von Zeit zu Zeit sogar häufig noch verschlimmern.

Medikamente im Überblick: Um die Depression in den Griff zu bekommen, sind Antidepressiva oftmals die erste Wahl. Zwar zählen Psychotherapien und andere unterstützende Maßnahmen auch zu beliebten Therapieansätzen, jedoch vertraut man hier den erfolgsversprechenden medikamentösen Effekten sehr. Zu beachten ist bei der Antidepressiva-Medikation bei altersbedingter Depression jedoch, dass die Dosierung in verlangsamter Geschwindigkeit vonstatten geht. Der Körper ist im Alter nicht mehr so schnell in der Lage, die Wirkstoffe abzubauen. Nach und nach erhöht man die Dosis, um dem älteren Patienten eine schonende Einstellung zu ermöglichen. Viele ältere Patienten benötigen höhere Dosierungen als jüngere Patienten. Vor allem die schlechtere Blutzufuhr zum Gehirn und die gedrosselte Aufnahmefähigkeit des Darms begründen dies.

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©Bild von Gundula Vogel auf Pixabay

Rheumaerkrankung im Alter

Rheuma wird als Sammelbegriff für rund 100 entzündliche und teils sehr schmerzhafte Krankheiten zusammengefasst. Auch wenn diese Krankheit in allen Altersklassen in Erscheinung tritt, so leiden jedoch sehr viele ältere Patienten unter diesem Krankheitsbild, wobei folgende Körperteile betroffen sein können:

  • Knochen
  • Knorpel
  • Muskeln
  • Gewebe
  • Sehnen
  • Bänder

Dabei schränkt Rheuma nicht nur die Bewegung des Betroffenen ein, sondern kann sich auch auf andere Organe übertragen. Augen- und Herzmuskelentzündungen beispielsweise können durch eine rheumatische Einschränkung hervorgerufen werden. Die chronische Polyarthritis, auch Arthritis genannt, ist die am meisten auftretende chronische Gelenkentzündung. 500.000 Menschen leiden in Deutschland unter der Krankheit. Sie tritt vor allem in den späteren Lebensphasen in Erscheinung.

Medikamente im Überblick: Das Mittel Arcoxia findet bei der Behandlung von rheumatischen Erkrankungen oftmals hohen Zuspruch. Entzündliche Erkrankungen der Wirbelsäule und der Gelenke lassen sich mit dem Schmerzmittel gut behandeln. Der Wirkstoff-Gruppe der Coxibe zugehörig, kommen während der Einnahme vor allem die hohen entzündungshemmenden und schmerzlindernden Eigenschaften zum tragen.

Lungenerkrankungen im Alter

Auch Lungenerkrankungen stehen mit zunehmendem Alter häufiger im Mittelpunkt. Die Lungenentzündung gehört neben der neuen Volkskrankheit COPD zu den eindeutig gefährlichsten Erkrankungen. Symptome sind hierbei.

  • Verwirrtheit
  • Atemnot
  • Hastiges Atmen
  • Herzrasen
  • Kreislaufprobleme
  • Hohes Fieber

Die Gefahr, dass gravierendere Komplikationen auftreten, ist enorm. In höheren Lebensjahren sollte man bei den ersten Anzeichen somit unverzüglich einen Arzt aufsuchen. Der im Alter eingeschränktere und schwächere Körper ist oftmals mit den zusätzlichen Belastungen überfordert. Eine erstklassige Behandlung und komplikationsfreie Genesung ist somit nur unter Aufsicht eines Arztes möglich.

Medikamente im Überblick: In den meisten Fällen wird eine Lungenentzündung mit Antibiotika behandelt. Die Wahl des exakten Antibiotikums kann für den Therapieerfolg zwar sehr wichtig sein, jedoch nimmt die genaue Bestimmung des Erregers meist zu viel Zeit in Anspruch. Vor allem bei einer Lungenentzündung im Alter muss eine Therapie schnell vonstatten gehen, damit eine Verschlimmerung ausgeschlossen werden kann. Die Behandlung wird auf Grund dieser Tatsache meist anhand eines klinischen Bildes gestartet. Beta-Lactam-Antibiotika zählen zu den erfolgsversprechendsten antibiotischen Mitteln bei einer Lungenentzündung. Dazu gehört unter anderem Amoxicillin. Bakterielle Enzyme werden dank des Mittels gehemmt. Wachstum und Ausbreitung der Bakterien werden durch die irreversible Blockierung schlagkräftig gestoppt. Das schädigende Bakterium stirbt resultierend aus diesen Vorgängen ab. Amoxicillin ist sehr gut verträglich und behauptet sich zudem gut gegen Magensäure. Bei älteren Patienten sollten die Nierenwerte bei längerer Einnahmedauer immer kontrolliert werden, da eine altersbedingte Schwächung der Organe nicht ausgeschlossen ist.

Herz- und Kreislauferkrankungen im Alter

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©Bild von Gerd Altmann auf Pixabay

Bereits ab dem 30. Lebensjahr fängt die Herzmuskelkraft sowie die Elastizität der Gefäße an, sich zu verschlechtern. Dies bedeutet keineswegs, dass man ab seinem 30. Lebensjahr bei jeder anstrengenden Tätigkeit besondere Vorsicht walten lassen muss. Jedoch ist eine Abwärtstendenz deutlich erkennbar. Diese angesprochene, stetig voranschreitende Negativentwicklung, macht sich im höheren Alter oftmals durch Probleme des Herz-/Kreislaufsystems bemerkbar. Bluthochdruck wird zu einem oft auftretenden Begleiter. Synkopen, also Schwindelgefühle und auch Ohnmachtsanfälle, werden für Betroffene vor allem beim schnellen Aufrichten in eine gerade Körperhaltung spürbar. Andere Krankheiten wie beispielsweise Diabetes wirken noch zusätzlich auf den Körper ein und belasten diesen. Jahrzehntelanges Rauchen fordert beim Herz-/Kreislaufsystem ebenfalls seinen Tribut ein. Diverse Faktoren treffen speziell in der 2. Lebensphase so aufeinander, dass das System dieser Last nicht mehr gerecht werden kann. Mit unterschiedlichen Maßnahmen muss dann auf ärztlicher Seite sichergestellt werden, dass die Probleme weniger werden oder sich bestenfalls komplett in Luft auflösen.

Medikamente im Überblick: Um den angestiegenen und bedrohlichen Blutdruck wieder zu senken, werden in der Regel Medikamente eingesetzt. Diese versprechen eine schnelle Verbesserung. Selbstverständlich wird auch älteren Betroffenen von ärztlicher Seite aus eine Änderung des Lebensstils empfohlen, jedoch lässt diese sich oftmals nur schwer durchsetzen. Sportliche Betätigungen können auf Grund von schwerfälligen Bewegungsapparaten nicht zielführend durchgesetzt werden.

ACE-Hemmer und Beta-Blocker schaffen es effizient, den Bluthochdruck zu senken und eine bessere Lebensqualität zu erschaffen. Die Aufgabe von ACE-Hemmern besteht darin blutdruckfördernde Hormone im Körper zu blockieren und auf diese Weise für eine Besserung zu sorgen. Mit Beta Blockern hingegen wird eine Verlangsamung des Herzschlages erzielt. Die Drosselung des Herzschlages hat zur Folge, dass das Herz eine deutliche Entlastung erfährt und auch gegen Stress abgeschirmt wird. Je nach Krankheitsbild stehen dem behandelnden Arzt diverse Beta-Blocker-Gruppen zur Verfügung. Hier kann somit durchaus gezielt an die jeweilige Krankheitsform angepasst werden.