Autor : SonjaP
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Eigenständigkeit aufgeben? So gelingt ein gemeinsames Zusammenleben mit einem neuen Partner

Eine neue Liebe ist da! Du hattest Zweifel, ob Dir jemals wieder jemandem begegnet, der Dein Herz zum Jubeln bringt. Und nun bist Du super glücklich und der Himmel hängt wieder voller Geigen. Natürlich kennst Du das Gefühl von früher her, aber dass Dir das noch einmal begegnet...!? Tja, Liebe ist eben nicht altersabhängig und auch wenn wir älter werden, empfinden wir die Gefühle noch mit gleicher Intensität und die neue Beziehung mit der gebotenen Aufregung.

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Die Frage aller Fragen

Nein, nicht 'willst Du mich heiraten?', obwohl das schon auch in die Richtung geht. Die Frage ist die nach einer gemeinsamen Lebensführung, sprich einer gemeinsamen Wohnung, was ja einem eheähnlichen Zusammenleben sehr nahe kommt. Diese Frage stellen sich im Laufe ihrer Beziehung viele Paare. Ihr allerdings könnt das in einem fortgeschritteneren Alter aber besser beurteilen als ein junges Paar, das gerade über die Familienplanung nachdenkt und das erste Nest baut. Ihr habt vielleicht schon einmal mit einem Partner zusammengelebt, kennt die Konsequenzen und wisst die Lage einfach besser zu beurteilen. Ihr könnt gut einschätzen, ob ein gemeinsamer Hausstand Eurer Beziehung guttun oder ob es eine Zerreißprobe werden wird, Ihr sitzt keinen falschen Illusionen auf. Natürlich kann man sich dennoch irren, aber Euer Risiko ist bedeutend geringer als das der jüngeren Paare.

Zusammen ist man weniger allein

Der bekannte Buchtitel trifft es auf den Kopf. Gerade wenn es in der Wohnung still wird (Link zum Artikel: Plötzlich sind die Kinder groß – was Du tun kannst, wenn es still wird im Haus), fühlt man sich schnell einsam. Natürlich kann man diesen Freiraum auch wunderbar genießen. Wenn man allerdings der gesellige Typ ist und der neue Partner auch, dann überlegt man schon, ob man nicht zwei Einsamkeiten ein Ende bereitet und daraus eine Zweisamkeit macht.

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Zeitliche und geldwerte Vorteile des Zusammenziehens

Wir wollen mit unserem neuen Partner viel Zeit verbringen. So viel wie möglich, denn wir wissen, dass wir das Glück auskosten wollen, so viel es nur geht. Fahrtstrecken womöglich auch noch über eine weitere Entfernung sind da hinderlich, beraubt uns der tägliche Verkehr doch kostbarer Minuten mit unserer/-m Liebsten. Die ständige Pendelei kann auch recht beschwerlich und ermüdend werden und wenn wir dann endlich angekommen sind, hat unser Partner nichts von uns, weil wir uns erst einmal von der anstrengenden Fahrt erholen müssen. Diese Zeit können wir wahrlich sinnvoller nutzen. Auch gehen die Fahrtkosten mit der Zeit unglaublich ins Geld. Zudem kosten zwei Wohnungen mehr als eine, auch wenn diese größer ist. Viele Nebenkosten fallen auch an, egal wie viele Personen im Haus oder in der Wohnung leben. Geheizt werden muss im Winter sowieso, die Straßenreinigung kommt, der Kaminkehrer, Hausratversicherung … - all diese Kosten fallen an, egal ob Du alleine oder mit Partner wohnst. Könnt Ihr Euch die Kosten durch eine gemeinsame Haushaltsführung teilen, könnt Ihr den freiwerdenden Betrag in eine richtig schöne große Wohnung stecken oder Euch dafür einfach mal einen kleinen Luxus im Alltag gönnen. Neue Gerätschaften für den Haushalt müssen künftig auch nicht mehr doppelt angeschafft werden und entlasten Euch zusätzlich.

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Ja, wir gehören zusammen!

Besser kann man das gar nicht dokumentieren als durch das gemeinsame Leben. Mit dem gemeinsamen Wohnen bekennen wir uns ganz klar zueinander, egal ob mit oder ohne Trauschein. Das Zusammengehörigkeitsgefühl wächst, das kann der Liebe eine ungeahnte Intensität verleihen. Es gibt nicht mehr nur ein Sie/Er und ein Ich, sondern ein WIR. Gemeinsame Planungen können viel leichter gemacht werden. Man lebt nicht mehr mit dem ständigen Blick auf die Uhr, wann man in den letzten Bus springen muss und die Zeit des allabendlichen Abschieds gekommen ist.

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Damit das Zusammenleben gelingt...

Keiner hat gesagt, dass es einfach wird.... Probleme können überall entstehen, wo auf einmal zwei Individuen eng zusammen sind. Generell sollten beide Partner generell der Typ fürs Zusammenleben sein und keine diesbezügliche Abneigung haben. Zusammenziehen, nur um dem anderen einen Gefallen zu tun, kann zwar gutgehen, macht aber auf Dauer vielleicht nicht glücklich. Auch besonders freiheitsliebende Menschen tun gut daran, sich selber kritisch zu prüfen. Auf jeden Fall solltest Du beizeiten absprechen, was Ihr Euch von einem gemeinsamen Zusammenleben erwartet und wie Ihr Euch den Alltag vorstellt. Denn gerade der Alltag ist oft die Nagelprobe. Ihr seht Euch künftig nicht mehr nur, wenn Ihr Euch zum gemeinsamen Theaterbesuch schick gemacht habt, sondern auch im Jogginganzug und unfrisierten Haaren auf der Couch liegen. Manch anfänglicher Zauber verliert sich dann mit der Zeit. Sprecht auch ab, was Ihr für Vorstellungen von Ordnung und Sauberkeit habt, es sind angeblich schon Beziehungen am nicht heruntergeklappten Toilettensitz oder der nicht vollständig entleerten Zahnpastatube gescheitert. Sprecht frühzeitig darüber und Ihr könnt Kompromisse finden. Das gilt natürlich auch für die gemeinsame Einrichtung. Wenn Ihr Eure beiden Wohnungen aufgebt und in eine komplett neue Bleibe zieht, hat zumindest keiner von Euch ein 'Heimspiel', das dem anderen vielleicht ein unbehagliches Gefühl verursacht. Auch bei den Möbeln sollte es nicht so sein, dass der eine Partner alles mitbringt. Denn das könnte auf den anderen so wirken, als ob seine Dinge nicht erwünscht sind und seine Vorstellungen weniger zählen. Durch das Zusammenziehen werdet Ihr jede Menge Geld sparen können. Ein Teil davon ist sicher gut angelegt, wenn Ihr Euch gemeinsam Möbel kauft, die Euch beiden gefallen und jeder seinen Anteil an der Entscheidung hat.

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Nichts überstürzen

Ihr wisst nicht, ob es funktionieren wird. Auch wenn das Zusammenleben im Urlaub prima klappt, dürft Ihr nicht vergessen, dass es ja nur für 2 oder 3 Wochen ist und man sowieso in guter Stimmung und Urlaubslaune. Danach könntet Ihr ein Zusammenleben auf Probe vereinbaren. Lasst für eine gewisse Übergangszeit einfach erst einmal beide Wohnungen bestehen, bevor einer von Euch seinen Mietvertrag kündigt oder sein Haus verkauft. So könnt Ihr wesentlich entspannter und ohne Druck herausfinden, ob das Modell des Zusammenlebens für Euch taugt.